Seat Leon doch noch einmal mit drei und 5 Türen

31. Oktober 2016

Angeblich soll es die letzte Runde für den Leon-Dreitürer sein. Wird jedenfalls gemunkelt. Aber die Facelift-Programmmacher für`s Modelljahr 2017 haben sich wieder für die Varianten mit drei und fünf Türen sowie den Kombi ST entschieden. Gut so. Anfang des neuen Jahres soll er jedenfalls auf den Markt kommen. Womit er das attraktive Mitbewerber-Duo Opel Astra und Audi A3 zum Trio in der Kompaktklasse aufwertet und dem Golf noch um eine Nasenlänge voraus ist, der erst später seinen offiziellen Markstart hinlegen wird.

Wartungshinweise des Herstellers

Beim neuen Leon bleibt es dabei, er muss erstmmals nach spätestens 2 Jahren bzw. 30.000 km zur Inspektion in der Werkstatt erscheinen. Danach reduziert sich der Zeitintervall auf 1 Jahr. Der Inspektionsservice kann je nach Fälligkeit mit oder ohne Ölwechsel durchgeführt werden. Die Intervalle können sich außerdem zu früheren Zeitpunkten ergeben, falls der Leon unter erschwerten Einsatzbedingungen gefahren wird, z.B. im Anhängerbetrieb, bei kalter Witterung oder Kurzstreckenverkehr.

Gelungener Auftakt

Um seine weiteren Verkaufserfolge muss sich auch der kommende Leon kaum Sorgen machen. Alleine 2015 fand das Modell über 122.000 Käufer, hinzu kommen noch 44.100 verkaufte Leon ST, der auf einen Anteil von 35 Prozent verweisen kann. Im Exterieur-Bereich haben sich lediglich die Front- und Heckschürze sowie die neu modellierten LED-Scheinwerfer (inkl. Blinker) erwähnenswert geändert. Das Hautaugenmerk lag statt dessen auf dem Innenleben und den Veränderungen unter der Motorhaube. Dafür bediente sich der Leon bei seinem Bruder Ateca, der ihm die Funktionen des Infotainment-Systems zur Verfügung stellt. Der im Vorgänger verbaute 6,5 Zoll-Touscreen misst jetzt acht Zoll, bei der 360-Grad-Kamera aber spielte der Ateca dann doch nicht mit, an Bord befindet sich lediglich eine Rückfahrkamera.

Die Längenmaße der Karosserie haben nur marginal auf nun 4,27 Meter (4,54 Meter ST) zugelegt. An den Platzverhältnissen im Innern gibt es weiterhin nichts zu mäkeln, was auch für die Materialanmutung gilt. Dennoch wahrt der Leon noch einen kleinen Abstand zum Audi, was ihm allerdings kaum anzukreiden ist. Wichtig ist die Tatsache, dass das Cockpit sich wieder dem Fahrer zuneigt, ein Gimmick ist natürlich der pulsierende Starterknopf auf der Mittelkonsole, die sich vom Handbremshebel verabschieden musste, um einer elektrischen Parkbremse Platz zu machen.

Die Motorenauswahl lässt kaum Wünsche offen

Wichtigste Neuerung im Motorenbereich ist ein 115 PS starker Diesel mit 1.6 Liter Hubraum. Ihm zur Seite steht der 2.0 LiterDiesel mit 184 PS. Auf der Benzinerseite empfiehlt sich die Top-Variante mit 180 Pferdestärken. Wer an dieser Stelle den Leon Cupra vermisst: der wird wohl kaum vor Ende 2017 das Licht der Welt erblicken. Bleiben wir also bei den Getrieben. Die gibt es mit fünf oder sechs handgeschalteten Gängen, alternativ darf es auch ein DSG mit sechs oder sieben Schaltstufen werden. Von Hause angetrieben wird die Vorderachse des Leon, wer will darf den Allantrieb gerne auf der Optionsliste ankreuzen.

Neue Ausstattungslinie „Xcellence“

Komfortorientierte Kunden könnten sich gut und gerne für die entsprechende Ausstattung Xcellence entscheiden. Fürs angelegte Geld gibt es Einstiegsleisten aus Alu samt Schriftzug, einem großen „X“ im Lenkrad und verchromte Fensterrahmen. Es darf allerdings auch bei den Versionen Refenrence oder Style bleiben, die sich bereits einen guten Namen gemacht haben.
In die Mitte des unteren Lufteinlasses haben die Ingenieure Platz geschaffen für den Radar-Sensor, der als Basis für die Armada an Assistenzsysteme gilt. Neu ist beispielsweise, dass der Leon künftig teilautonom unterwegs sein kann, der adaptive Tempomat beherrscht auch Notbremssituationen und das Thema Fußgängerschutz, ebenfalls neu an Bord ist der Totwinkel-Überwachungsdienst. Das Navi gibt sich gestengesteuert, aus dem Ateca bekannt ist bereits die Phonebox zur induktiven Aufladung von Smartphones, Anbindungsmöglichkeiten gibt es über Apple CarPlay und Android Auto.Gespart hat sich Seat allerdings das Angebot eines mobilen Callcenters. Leider!? Und auch das noch: Um die Nennung der Preise macht Seat auch noch einen Bogen.

Datum:               31.10.2016
Verantwortlich:      red/Michael Vogt (michael-vogt@netzwunder.com)
Bildquellen:         Presse/© Seat 31.10.2016